Deine neue Lieblingsband Nachlese – Bonaparte

Bonaparte? Was ist eigentlich ein Bonaparte? Abgesehen von einem französischen Kaiser ist das eine Band. Oder besser: Ein sehr bekloppter Herr Tobias Jundt, der eine Menge sehr bekloppter Menschen um sich schart, um Musik zu machen. Auf ihrer Webseite beschreiben sie sich wie folgt: „you can say we are from germany, france, america, switzerland, mexico, israel, persia, new zealand, canada & brazil but we sound like something else.“

Etwas anderes, das sind sie. Ihr Stil wird gern als „Visual Trash Punk“ bezeichnet. Ein bisschen aussagekräftiger sind die Genres Electro-Punk, Synthie-Pop, Jazz oder auch Dance-Punk, Electronic Rock und Indie. Bonaparte sind nicht zu definieren. Trotzdem, oder gerade deshalb, machen sie Spaß.
Besonders zeichnen sie sich durch ihre Live-Shows aus, die ein bisschen an eine Freakshow eines Zirkusses erinnert: abgefahrene Kostüme, Feuerspucker, Tänzer, Würstchengriller und Stripper. Gut, die letzten beiden passen nicht so gut in den Zirkus, was aber auch nur wieder zeigt, wie undefinierbar diese Band ist: Nicht einmal als Freakshow kann man sie bezeichnen.

2006 als Soloprojekt bei einem längeren Aufenthalt in Barcelona gegründet, fanden sich in Berlin bald ein paar Mitmusiker und es konnten Konzerte gespielt werden. Diese sprachen sich schon allein durch die Bühnenshow schnell herum und schon bald waren Bonaparte ein Underground-Phänomen.
2008 kam das erste Album namens „Too Much“ heraus, 2010 das Zweitwerk „My Horse Likes You“ und 2012 ihr aktuelles Album „Sorry, We’re Open“.
Selbst wenn einem die Musik nicht zusagt, haben wohl alle, die zu einem der Konzerte in Uelzen oder Coburg gegangen sind, eine Show miterleben dürfen, die sie so schnell nicht vergessen werden.

Und wer in Bamberg letztes Jahr dabei war und sich fragt, wer die fremden Hampelmänner waren, die zeitweise über die Bühne hüpften: Herr Bonaparte und Deichkind. Sie drehten bei die ärzte auf der Bühne das Video zu ihrem Song „Alles schon gesehen“.